Der Berg Pasubio stellt als Südausläufer der Dolomiten bereits aus historischer Sicht einen interessanten Ort dar. Über zwei Jahre lang herrschte dort während des ersten Weltkrieges ein erbitterter Kampf zwischen italienischen und österreich-ungarischen Truppen. In Folge der Minenkämpfe wurde der Berg durch zahlreiche Wegtrassen und Tunnelsprengungen entstellt.

Heute erinnern Denkmäler an diese blutige Zeit und die insgesamt 52 teils bis zu rund 350m langen Tunnel auf den Wegen ergeben eine ungewöhnliche, faszinierende Bergroute. Die schmalen, sehr steilen und fast immer komplett mit lockeren Geröll und Schotter belegten Wege und die stockfinsteren, nur mit Lampe zu durchquerenden Tunnel sorgen für eine anstrengende, jedoch ausgesprochen faszinierende Erfahrung.

Ein Wochenendausflug mit großen Anstrengungen aber faszinierenden Bildern, der eine Fahrt nach Südtirol wert ist. Auf der beliebten Wanderstrecke durch die Tunnel beträgt die zurück zu legende Distanz etwa 13,5 Kilometer und wird für erfahrene Wanderer mit etwas mehr als 5 Stunden Marschzeit datiert. Durch die vielen Höhenunterschiede und die unsicheren Wege, sind 7 Stunden nebst einer Pause an einem Rasthof auf halber Strecke wahrscheinlicher.

[nggallery id=1]